Pressemitteilung

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16. November 2017

Schüler Union Herne: G8 oder G9? Herner Gymnasien vor wichtigem Schritt in die Zukunft

Am vergangenen Dienstag Abend hat die Landesregierung aus CDU und FDP in NRW durch den Beschluss eines Gesetzentwurfes wichtige Weichen für die Gymnasien in NRW gestellt. Dieser sieht vor, dass das Abitur nach 9 Jahren wieder eingeführt werden soll und auf dem Großteil der Gymnasien wieder der Regelfall werden soll. Die Möglichkeit eines Abiturs nach 8 Jahren (G8) soll jedoch noch für die Schulen möglich bleiben, sofern sich die Schule auf diesen verkürzten Bildungsweg einigt.

Dieser wegweisende Entwurf kommt sehr rasch aber ist notwendig um die Schulbildung in NRW wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Die Umsetzung soll bereits nach den kommenden Sommerferien stattfinden. „ Viele Eltern wissen natürlich zurzeit noch gar nicht welchen Bildungsweg das jeweilige Gymnasium haben wird, auf welches sie ihr Kind nach den Sommerferien schicken. Aber die letzten Jahre konnten wir oft genug zusehen wie sich die Nachteile von G8 ausgewirkt haben und daher ist es dringend an der Zeit zu handeln.“ so Jascha Hoppe, Vorsitzender der Schüler Union Herne.

„ Ich freue mich vor allem über die Möglichkeit der Schulen ihren eigenen Weg zu gehen und somit Lehrer, Eltern und Schülern gemeinsam die Freiheit zu geben eine Entscheidung zu treffen, welche einen bedeutenden Einfluss auf die Zukunft der Gymnasiasten hat. Eben weil keiner von oben herab vorschreibt welchen Weg die Schule einschlagen soll. Die Gymnasien können eben von sich selbst heraus klar stellen, was sie für das Richtige und Beste halten“ - Jascha Hoppe

Doch so ließ Alexander Vogt (SPD) als Herner Landtagsabgeordneter verkünden, dass er diese Wahlmöglichkeit als Last für die Schulen sieht. Er sieht sogar durch eben die Möglichkeit die Gefahr von Unruhe an den Schulen. Auch wirft er der Landesregierung vor, dass diese sich durch ihr Vorgehen der Verantwortung entziehe.

„ Ich finde es interessant, dass jemand den selbst das Problem nicht betrifft sich so vehement darüber beschwert, dass die Entscheidung über G8 oder G9 von Schüler und Eltern getroffen wird, welche die Umstellung selber nicht mehr betreffen wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass Schüler auch wenn sie eine Entscheidung treffen, die sie selber nicht mehr erleben werden trotzdem deutlich näher an der Materie sind als es Herr Vogt es als Landtagsabgeordneter tut. Auch ist die Sorge um Unruhe durch die Entscheidungsfreiheit meinerseits nicht nachvollziehbar. Ich würde mit Sicherheit eher in Unruhe ausbrechen, wenn man mir bzw. meiner Schule vorschreiben würde wie diese zu handeln habe. Schließlich brechen auch nicht zu jeder Wahl Unruhen aus, weil man sich entscheiden muss wo man sein Kreuz hin setzt. Auch ist es eigentlich die alte Landesregierung, die sich aus der Verantwortung gezogen hat, in dem sie trotz vieler Probleme mit G8 weiter an dem Bildungsweg festgehalten hat.“ - Jascha Hoppe

Die Schüler Union Herne will zu dem auch noch einmal anmerken, dass durch den Druck von G8 immer wieder Schüler auf der Strecke blieben. Auch merken viele Vereine und Organisationen auch immer wieder Probleme im Bezug auf junge Mitglieder, welchen die Zeit fehlt sich ausreichend zu engagieren.

„Ich kann die Aussage von Herrn Steinkamp durchaus nachvollziehen, dass es durchaus auch passieren kann, dass jedes der Gymnasien in Herne auf G9 zurückkehrt. Wenn es der Wunsch der einzelnen Schulen ist, dann ist dies anzuerkennen. Doch auch zeigt dies eindrücklich, dass G8 Vielen in unserer Stadt aus Schulmodell missfällt. Dies kann natürlich an dem Zeitmangel liegen, welcher besonders in jungen Jahren eigentlich nicht Alltag sein sollte. Es gibt vermutlich kaum jemanden der bestreiten kann, dass man in seiner Jugend lieber seine Freizeit genoss als sich bis spät mit schulischen Sachen zu beschäftigt. Viele Abiturienten erreichen ihr Abitur bereits mit 17 Jahren und haben zum Teil anschließend Probleme sich bereits über ihre gesamte Zukunft im klaren zu sein. Mit dem Model G8 war dank sozialen oder Auslands-Jahren nichts gewonnen. Zu dem können wir als Schülervereinigung Herrn Vogt sagen, dass nicht nur wir sondern auch viele Gymnasiasten das Vorhaben der Landesregierung begrüßen, da dieses nicht mehr verzweifelt an dem Zwang von G8 festhält, welcher so gut von rot-grün über Jahre aufrecht erhalten wurde.“ - so Jascha Hoppe, Vorsitzender der SU Herne und Pressesprecher der SU NRW